Die Ukraine und die Macht der persönlichen Entscheidung

Bild:Die Ukraine und die Macht der persönlichen Entscheidung Nach zwei Jahren mit einer Pandemie, die über sechs Millionen Menschenleben gefordert hat, und mehreren Naturkatastrophen, die weltweite Verwüstungen angerichtet haben, kommt nun die Invasion in die Ukraine. Ein brutaler Angriff, die bereits zwei Millionen Flüchtlinge, den Tod von Tausenden von Ukrainern und eine globale Krise mit Embargos, Energiekürzungen und eskalierenden Preisen verursacht hat – mit gravierenden Folgen für den Rest der Welt.

Diese Flut von Katastrophen „erwischt“ viele Katholiken in einer geschwächten Situation, mit einer Kirche in Unordnung und geplagt von einer schweren Krise voller Skandale und fehlender Identität.

In dieser Situation ist es nur allzu menschlich, sich hilflos zu fühlen. Es ist menschlich zu fragen: Wo ist Gott? Was tut Gott im Angesicht von so viel Leid unschuldiger Menschen?

Es ist menschlich, sich als Opfer eines tragischen Schicksals zu fühlen. Denn in einer Welt, die zunehmend von globalen Ereignissen geprägt ist, stellt sich die Frage: Welchen Einfluss kann das Handeln eines Einzelnen haben? Kann mein eigenes Handeln etwas verändern?

Meine persönliche Antwort lautet: JA. Keiner von uns ist zu klein oder unbedeutend, um etwas zu bewirken. Denn genau dazu hat Gott Dich und mich geschaffen – mitten hinein in die Probleme der Welt.

Noch nie hatte die Entscheidung des Einzelnen so viel Macht wie heute, die Geschichte zum Guten oder zum Schlechten zu verändern. Putin entscheidet sich für Krieg. Die Bürger der Ukraine entscheiden sich für den Widerstand. Tausende in Europa entscheiden sich dafür Flüchtlinge aufzunehmen und lösen damit eine der größten Wellen von Solidarität in der Geschichte aus.

Mutter Teresa von Kalkutta sagte: "Wir haben nicht die Lösung für alle Probleme der Welt in der Hand, aber angesichts der Probleme der Welt haben wir unsere Hände".

Mein Einsatz zählt. Deiner auch. Lasst uns alle unseren Beitrag leisten und zu einem neuen "Megatrend" der Solidarität beitragen – in der vollen Überzeugung, dass eine bessere Welt möglich ist.

Ana Requesens Moll
Leiterin der Katholischen Erwachsenenbildung Ostalbkreis

*** unter der Rubrik Aktuelles finden Sie Informationen zu "Hilfe für die Ukraine"***

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